Reise Werktagschor 2015


Alphorn und Merängge mit Nidle

Punkt acht Uhr starteten wir auf dem Pfarreiheim-Platz zu unserem traditionellen Ausflug. 33 Mitglieder freuten sich auf die Carfahrt, die uns durch das Luzerner Hinterland bis ins Emmental führte. Auf der Fahrt bestaunten wir die wunderschönen, geschmückten Bauernhäuser mit den üppigen Gärten.

Einen ersten Halt gab es in Lützelflüh. Wir besuchten das Gotthelf-Zentrum. Von 1831 bis zu seinem Tod 1854, lebte Albert Bitzius, besser unter dem Namen Jeremias Gotthelf bekannt, als Pfarrer und Dichter in Lützelflüh. Bevor wir uns auf den interessanten Rundgang mit Führung begaben, stärkten wir uns bei Kaffee und hausgemachter Züpfe. Auf dem Rundgang gab es gar vieles zu entdecken. In die Gartenlaube und ins „Kabinettli“ zog sich Gotthelf oft zurück, um zu studieren, zu schreiben und um seine Gäste zu empfangen. Zu jeder Pfarrei gehörte früher eine Pfrund: Das war ein Bauernbetrieb, den der Pfarrer mit seiner Familie selbst bewirtschaftete, und der ihn zum Selbstversorger machte. Im Museum besichtigten wir die Schreibstube und den Raum mit sämtlichen Büchern, die Gotthelf schrieb. Und das waren nicht wenige! In bester Erinnerung bleiben uns die Werke: Uli der Knecht, Uli der Pächter, die Schwarze Spinne, Anne Bäbi Jowäger und viele andere mehr.

Die Weiterfahrt zum Bauernhof Knubel in Eggiwil war nicht ohne! Mit Bravour meisterte unser Carchauffeur die engen Kurven und schmalen Strassen. Bravo!

Nach einem Apéro vor dem Bauernhof fanden wir Zeit zum Plaudern. Zum Glück belästigten uns keine Wespen. Familie Bachmann verwöhnte uns mit einem währschaften und gluschtigen Mittagessen.

Anschliessend wurden wir in der Alphornwerkstatt über die Entstehung unseres National-Musikinstruments eingeführt. 80 Arbeitsstunden sind nötig, um ein Alphorn herzustellen. Handarbeit ist gefragt. Beliebt sind vor allem Rottannenholz oder Arvenholz. Der Preis eines Alphorns beläuft sich auf Fr.2500.- bis Fr.3700.-. Seit 1925 werden die Alphörner in Eggiwil gefertigt und nach einer Lagerung von fünf bis sechs Jahren verkauft. Einige Werktagschörler entlockten am Ende des Besuches dem Alphorn einige Töne. Nach einem Verdauungs-Kaffee und einer Merängge mit Nidle hiess es Abschied nehmen vom Hof.

Auf der Heimfahrt liessen wir das Emmental nochmals auf uns einwirken.

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck erreichten wir gegen 18 Uhr den Pfarreiheimplatz.

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Präsidenten-Paar, das für uns diesen eindrücklichen Ausflug organisierte und ermöglichte.

Es lebe der Ausflug im 2016! Lisbeth Schärli, Text, Ernst Bäurle, Fotos.


Emmental


Alphornwerkstatt


Führung Gotthelf


Pfarrhaus Gotthelf