Reise Werktagschor 2013


Der Werktagschor Ebikon taucht ein in die Klangwelt des Toggenburgs

Rund vierzig Mal im Jahr begleitet der Werktagschor mit seinen Liedern die Abschiedsgottesdienste. An monatlichen Proben bereitet er sich darauf vor. Dank der Spenden der Angehörigen kann er sich einmal im Jahr zu einem freudigen Anlass treffen. Am Montag nach der Chilbi machten sich die Sängerinnen und Sänger des Werktagschores auf zu ihrem Ausflug.
Vom Programm wussten wir nur von einer Gondelbahn und einem See. Das gab unterwegs ein lebhaftes Rätselraten. Schliesslich passierten wir den Rickenpass und bogen ins obere Toggenburg ab. Für die meisten war das Neuland. Wo ist da ein See?
Der Car hielt in Alt St. Johann vor einer Gondelbahn. Die Berge waren noch wolkenverhangen. Die noch rüstigeren zogen sich ihre Regenkleider über und fuhren zur Alp Sellamatt; die weniger gängigen wurden direkt ans Ziel geführt. Nach Kaffee mit Gipfel nahm die Wandergruppe den Klangweg unter die Füsse. Dieser ist mit fantasievollen Klanginstallationen garniert, von denen wir auf den gut 5 km deren 17 ausprobieren konnten. Da waren eine Melodiegampfi, eine Baumrätsche, eine Glockenbühne und ein Schellenbaum, sogar ein tönendes Baumvelo und zum Schluss ein lauschiger Ort.
Beim Abstieg zur Schwendi entdeckten wir die zwei kleinen Seen, eingebettet in eine prächtige Riedlandschaft. Unterdessen zeigte sich auch die Sonne, und vor uns krönte der Säntis das majestätische Panorama. Im heimeligen Restaurant „Gade“ wartete ein vortreffliches Mittagessen: Salat mit Pluderkäs, Toggenburgerspätzli mit Mostbröckli, ein feines Dessert und dazu ein vorzüglicher Maienfelder, abgeschlossen mit Kaffee und einem gespendeten Güggs. Das Familientrio Früh aus Nesslau hat uns bestens unterhalten. Die Mutter spielte die Harmonika, Severine die Geige und Leonie das Hackbrett. Es war ein Genuss, ihnen zuzusehen und zuzuhören.
Vor der Heimfahrt besuchten wir die Klangschmiede in Alt. St. Johann, wo Schellen für das Vieh und für die Röllibuben nach alter Tradition geschmiedet werden. Sie birgt auch eine Ausstellung mit Schellen aus dem ganzen Alpenraum und einen Klang-Experimentierraum. Wir wissen nun, was Obertöne sind und welche Bedeutung sie für uns Sänger und Sängerinnen haben. Ein Besuch lohnt sich für Jung und Alt (www.klangwelt.ch).
Damit war der Tag voll, und unser zuverlässiger Hess-Chauffeur brachte uns samt unseren vielfältigen Eindrücken via Rheintal und Walensee sicher nach Hause. Den beiden Organisatoren Ursula und Ernst sei für den in allen Teilen gelungen Ausflug herzlich gedankt. Franz Moos

Blick von der Schwendi zum Säntis. Franz Moos

Glockenbühne am Klangweg. Erika Sigrist

Der idyllische Schwendisee. Ernst Bäurle

Familie Früh spielt Toggenburgermusik. Ernst Bäurle

Herr Ammann zeigt in der Klangschmiede wie eine Glocke entsteht. Ernst Bäurle